Nein sagen lernen: Bin ich einE People PleaserIN?

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Nein sagen lernen: Bin ich einE People PleaserIN?

Machst du es immer allen Recht, nur dir selber nicht? Falsche Verantwortungs-, Schuld- und Pflichtgefühle mit einem starken Harmoniebedürfnis machen anfällig für Energieräuber, Psychovampire und Ausnützer. Daran erkennst du, ob du eine People Pleaserin bist.

Wer sich gerne auf Menschen zubewegt, viel Mitgefühl hat und Bestätigung vor allem bei anderen Menschen sucht, ist gefährdet, ein „People Pleaser“ zu werden. Eine hilfreiche Frage zur Überprüfung ist: „Wem dient, was ich mache?“

Geht es dabei immer oder zu häufig nur um die anderen, braucht es eine Veränderung. Denn seine Bedürfnisse häufig zugunsten im Sinne der Harmonie zurückstellt, verleugnet sich selbst. Das erzeugt auf Dauer Unzufriedenheit, Ärger und Wut, die eine Zeit lang „erfolgreich“ unterdrückt werden kann und irgendwann womöglich gegen sich selbst oder pauschal gegen andere herausbricht. Es ist keineswegs egoistisch, sich selbst an die erste Stelle zu setzen – im Gegenteil, es ist Voraussetzung, um seine Ressourcen zu schonen und auch für andere da zu sein.

An folgenden Überzeugungen lässt sich identifizieren, ob eine Neigung zum „People Pleasing“ besteht, schreibt der US-Psychotherapeut Les Carter in seinem Buch „When pleasing you is killing me“. Mache also gleich den Test und finde anhand der Anzahl deiner Ja-Antworten heraus, wie es um deine Aufopferungsbereitschaft auf Kosten deiner Selbstfürsorge derzeit steht:

  1. Ich habe Meinungen über richtig und falsch, darum fällt es mir schwer, einer überzeugenden Person Stand zu halten
  2. Ich kann durch Schuldgefühle motiviert werden
  3. Es stört mich sehr,, wenn ich jemanden verärgert habe
  4. Ich finde, dass ich mich mehr um Beziehungen bemühe, als andere es tun
  5. Menschen wären überrascht, wenn sie von meinem aufgestauten Ärger wüssten
  6. Wenn eine andere Person verärgert ist, übernehme ich die Rolle des Besänftigenden
  7. Wenn meine Entscheidungen in Frage gestellt werden, brauche ich eine gute Rechtfertigung
  8. Wenn ich etwas für mein Vergnügen mache, könnte ich egoistisch sein
  9. Zu oft erledige ich die Pflichten anderer, weil sie es nicht selbst tun
  10. Manchmal bemühe ich mich zu sehr, nett zu sein
  11. Ich muss aufpassen bei Menschen, die einen Hang zu Stimmungsschwankungen haben
  12. Es scheint, als wäre meine Welt voll mit Notwendigkeiten und Pflichten
  13. Bei bestimmten Menschen passe ich sehr stark auf, was ich sage
  14. Auch, wenn ich nett zu anderen bin scheint es, als würden sie noch mehr wollen
  15. Es gibt Zeiten, da gebe ich es einfach auf, ernst genommen oder verstanden zu werden
  16. Ich lasse andere Menschen zu sehr über meinen Zeitplan und meine Prioritäten bestimmen
  17. Zu oft erkläre ich mich wieder und wieder, auch wenn es offensichtlich ist, dass die andere Person nicht hört, was ich zu sagen habe
  18. Ich blieb in schlechten Beziehungen zu lange nachdem ich bemerkt habe, dass diese Personen nicht gut für mich sind
  19. Standfest zu sein kann für mich sehr schwer sein
  20. Es scheint, als würden mich andere nur akzeptieren, wenn ich mit ihnen übereinstimme

Ebenso haben „People Pleasers“ folgende Merkmale. Erkennst du sie an dir?

1. Pflicht ist ein treibender Motivator
2. Legitime Bedürfnisse werden schnell beiseite geschoben
3. Entschlussfreudigkeit mit dem Verletzen anderer gleichsetzen

4. Schwierigkeiten, mit Grenzen zu leben
5. Sensibilität gegenüber Bewertungen
6. Das Bedürfnis, das Leben unter Kontrolle zu behalten
7. Unehrlichkeit darüber, wer man selbst wirklich ist

Wenn du dich damit identifizieren kannst, ist es für dich wichtig, deinen Selbstschutz zu stärken. Das erreichst du, indem du:

  • Falsche Schuldgefühle durch Selbstwert ersetzt
  • Angst in Vertrauen bzw. Selbstvertrauen verwandelst
  • Sorgen durch Entschlossenheit ersetzt

Darüber hinaus ist es für das Nein Sagen entscheidend, das innere Programm, defensiv zu reagieren, zu verändern und stattdessen selbst zum Initiator zu werden. Ungleiche Abhängigkeiten in Beziehungen müssen aufgelöst und neu gestaltet werden.

Viele Menschen, die „People Pleasers“ sind, kommen schnell zu dem Punkt, dass sie mit Schlüsselpersonen verbunden sind, die kontrollierend, beschuldigend oder stimmungsschwankend sind,. Es herrscht dann das Gefühl, dass es ihr Schicksal ist, unter der Dominanz anderer Personen zu leben – was wiederum ein Gefühl von Machtlosigkeit hervorruft und verstärkt.

Wenn Freiheit verweigert wird, ist dies der erste Schritt in die Versklavung. Wenn du dich betroffen fühlst, kannst du dir aufschreiben, was sich im Leben verändern würde, wenn du es dir selbst erlauben würdest, zu machen, was du tust, weil du es aus freiem Willen so gewählt hast. Guten Entscheidungsoptionen sind dabei:

  • Zu tun, was das Beste ist, ohne die Zustimmung/Bestätigung anderer zu suchen
  • Die eigene Position nur einmal erklären
  • Exakte Konsequenzen ziehen, wenn notwendig
  • Sich selbst aus dem Einfluss kontrollierender Menschen entfernen

Wer nein sagen lernt, stärkt seine Ich-Kraft und die Autonomie anstatt seine Selbstachtung der Sucht nach Harmonie und dem Wunsch, von allen gemocht zu werden, zu opfern.

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Susanne Prosser
coaching@dubistgut.at

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